Deutschland

Remigrationsforderung der AfD-Jugend in Magdeburg: Deutschland muss "Land der Deutschen bleiben"

"Millionen sind gegen unseren Willen in dieses Land gekommen" sagt Jean-Pascal Hohm von der AfD-Jugend bei deren Treffen in Sachsen-Anhalt. Die Generation Deutschland war im vergangenen November gegründet worden. Sie ist die Nachfolgerin der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA).
Remigrationsforderung der AfD-Jugend in Magdeburg: Deutschland muss "Land der Deutschen bleiben"© Urheberrechtlich geschützt

Der Vorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland (GD) hat auf dem Bundeskongress in Magdeburg die Rückführung von Zugewanderten gefordert. "Millionen sind gegen unseren Willen, gegen Recht und Gesetz, gegen jede Vernunft in dieses Land gekommen", sagte GD-Chef Jean-Pascal Hohm vor rund 300 Delegierten auf dem Bundeskongress der Organisation in Magdeburg. Dies berichtete die OAZ am Sonnabend. Er betonte: "Millionen müssen dieses Land wieder verlassen." Deutschland müsse laut Hohm "das Land der Deutschen bleiben, dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar". Hier dürfe es "kein Resignieren, kein Akzeptieren, kein Arrangieren" geben. Die AfD sei "Ausdruck des Lebenswillens unseres Volkes".

Der AfD-Europaabgeordnete René Aust erweiterte die Forderung auf die gesamte EU. Nötig sei nicht nur "Remigration, sondern europaweite Remigration", sagte er. Europa müsse zu einer "Festung Europa" ausgebaut werden. "Niemand soll unseren Kontinent betreten, von dem wir nicht wollen, dass er unseren Kontinent betritt."

Eine Woche vor der Wahl in Sachsen-Anhalt tagt die Generation Deutschland in Magdeburg mit ihrem Bundeskongress und will dabei der Partei den Rücken stärken. Zunächst trat am Vormittag der AfD-Landesvorsitzende Martin Reichardt auf. "Am 6. September holen wir uns unser Deutschland zurück", sagte er in seiner Rede. Die AfD hofft bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erstmals auf eine absolute Mehrheit. "Die Zeit dieser verkommenen linken Zustände in Deutschland geht zu Ende", sagte Reichardt. "Wir werden der verlotterten Linken das Sorgerecht für Deutschland entziehen."

Der Vater Staat sei laut Reichardt "ein nach Dope stinkender, fauler Asi, der sein Geld für Nichtstun von der Friedrich-Ebert-Stiftung bekommt, um regelmäßig mit seinen Freunden vom Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk zu saufen und die Internationale zu lallen".

Auf der Tagesordnung des Bundeskongresses der Generation Deutschland stehen noch Nachwahlen zu einigen vakanten Vorstandsämtern sowie Satzungsänderungen. Vor allem aber geht es um ein Signal vor der Wahl am 6. September. Florian Ruß, Bundesvorstandsmitglied der Generation Deutschland, begrüßte die Delegierten in seiner Eröffnungsansprache mit den Worten: "Willkommen im Osten, willkommen in Preußen." Es sei "kein Zufall", dass der Bundeskongress in Magdeburg stattfinde, sagte Ruß. "In einer Woche wird hier Geschichte geschrieben." AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wird am Nachmittag eine Rede halten.

In jüngsten Umfragen kommt die AfD auf rund 40 Prozent, sie läge damit klar vor der CDU, die in Sachsen-Anhalt seit 24 Jahren den Ministerpräsidenten stellt. Die Generation Deutschland war im vergangenen November gegründet worden.

Sie ist die Nachfolgerin der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA). Diese war einige Monate zuvor aufgelöst worden, nachdem sie vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden war.

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