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Lawrow: Saudi-Arabien braucht keine US-Erlaubnis für Urananreicherung

Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat sich zum jüngsten Atomabkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien geäußert. Ihm zufolge braucht Riad keine Erlaubnis Washingtons für die Urananreicherung zu friedlichen Zwecken, da dies im Atomwaffensperrvertrag geregelt ist.
Lawrow: Saudi-Arabien braucht keine US-Erlaubnis für UrananreicherungQuelle: Sputnik © Sergei Gunejew

Nach Ansicht von Russlands Außenminister Sergei Lawrow braucht Saudi-Arabien keine Erlaubnis der USA für die Urananreicherung zu friedlichen Zwecken. Der Diplomat sagte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz:

"Es wurde verkündet, dass die Vereinigten Staaten – so seltsam das alles formuliert ist – Saudi-Arabien die Urananreicherung erlaubt haben. Es bedarf keiner Erlaubnis, denn die Urananreicherung zu friedlichen Zwecken ist das Recht jedes Unterzeichnerstaats des Atomwaffensperrvertrags."

Zugleich wies Lawrow darauf hin, dass die Tendenz zunehmen werde, dass nur Atomwaffen Freiheit und Unabhängigkeit so weit wie möglich garantieren könnten. Russlands Außenminister bedauerte diese Entwicklung. Sie sei eine Folge der aggressiven Politik der USA und einiger ihrer Verbündeten, mit der sie ihre Dominanz zu bewahren versuchen.

Zuvor hatten Associated Press und das Wall Street Journal berichtet, dass US-Präsident Donald Trump ein Abkommen mit Saudi-Arabien über die gemeinsame Nutzung von Kernenergie-Technologien billigte, das potenziell auch die Urananreicherung auf dem Territorium des Königreichs zulässt. Das Abkommen soll demnach für 30 Jahre gelten.

Saudi-Arabien ist seit 1988 Vollmitglied des Atomwaffensperrvertrags sowie Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation mit Sitz in Wien. Das Land bezieht seinen Kernbrennstoff bislang aus dem Ausland, entwickelt jedoch eigenständig seine nukleare Infrastruktur. Die Strategie des Königreichs konzentriert sich auf den Ausbau kleiner modularer Reaktoren (SMR) sowie die Entwicklung eines vollständigen nuklearen Brennstoffkreislaufs zur Nutzung der eigenen Uranvorkommen.

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