International

"Apokalyptischer Reiter": US-amerikanisches Atom-U-Boot erreicht das Mittelmeer

Das weltweit größte Atom-U-Boot, die USS Rhode Island, ist am Sonnabend in das Mittelmeer eingelaufen. Militärexperten sprechen von einem Wettlauf zwischen den Vereinigten Staaten und Russland um die Positionierung strategischer, mit Nuklearwaffen bestückter U-Boote.
"Apokalyptischer Reiter": US-amerikanisches Atom-U-Boot erreicht das MittelmeerQuelle: Gettyimages.ru © David Nagle/U.S. Navy

Die USS Rhode Island, die von US-Militärs den Spitznamen "Reiter der Apokalypse" erhalten hat, ist das größte Nuklearwaffen tragende U-Boot der Welt. Es traf vom Atlantik kommend am 1. November im Hafen von Gibraltar an der spanischen Südküste ein und wurde am Sonnabend, dem 5. November, beim Einlaufen in das Mittelmeer gesehen.

Das massive U-Boot kann 24 ballistische Interkontinentalraketen und bis zu 200 Nuklearsprengköpfe mitführen, die Ziele in bis zu 18.000 Kilometern Entfernung angreifen können. "Diese U-Boote sind flexibel und autonom und können als hochwirksames Element der nuklearen Abschreckungsstreitkräfte der USA ständig patrouillieren", so die US-Marine. USS Rhode Island ist eines von sechs U-Booten mit ballistischen Raketen, die auf der Marinebasis für U-Boote in Kings Bay, Staat Georgia, stationiert sind.

Von dem Einlaufen in Gibraltar existieren Videoaufnahmen. Die britische Presse berichtete über das Auslaufen von dort am selben Tag. Als Ziel des "apokalyptischen Reiters" wurde dabei das Schwarze Meer angegeben. 

Militärexperten vermuten, dass die USS Rhode Island eine strategische Position im Schwarzen Meer ansteuert, aus der von ihr abgeschossene Raketen mit nuklearen Sprengköpfen binnen weniger Minuten Moskau und andere russische Großstädte erreichen können.

Zuvor hatten die russischen Behörden ihrerseits bekannt gegeben, dass das russische Atom-U-Boot "Generalissimus Suworow" erfolgreich eine ballistische Rakete zu Testzwecken abgefeuert habe. Die Rakete wurde vom Kura-Testgelände im Weißen Meer abgefeuert, was von den russischen Staatsmedien als "letzter U-Boot-Raketentest" bezeichnet wurde.

Zu diesem Zeitpunkt gab Russland eine Reihe von Navigationswarnungen für die Gebiete rund um die Barentssee und die Karasee heraus. Militärbeobachter vermuten, dass dort laufende Tests oder U-Boot-Manöver mit scharfer Munition stattfanden.

Die proukrainische Propaganda zeigte sich derweil erfreut über die zwischen den zwei größten Atomwaffenmächten betriebene Eskalation. Der Twitter-Kanal "News of Ukraine" schrieb am Sonnabend:  

"Ein weiterer Hinweis an Putin: Das amerikanische Atom-U-Boot USS Rhode Island ist in das Mittelmeer eingelaufen. Es gilt als weltgrößter Unterwasser-Atomwaffenträger, der 24 Trident-II-Atomraketen mit einer Reichweite von 18.000 Kilometer und einer Geschwindigkeit von 29.000 Kilometer pro Stunde abschießen kann."

Mehr zum ThemaUS-Militärexperte im Interview: Weißes Haus plant militärische Intervention in der Ukraine

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.