
Kinderporno-Skandal auf Disney-Kreuzfahrtschiff: 28 Crewmitglieder festgenommen

Für viele Menschen steht Disney für Kinderfantasien, Märchenwelten und harmlose Familienunterhaltung. Figuren aus Zeichentrickfilmen, Themenparks und Kreuzfahrten prägen seit Jahrzehnten das Image des Konzerns. Doch bei 28 Crew-Mitgliedern gingen die Fantasien offenbar in eine völlig andere Richtung.
US-Bundesbehörden haben Ende April mehrere Kreuzfahrtschiffe im Hafen von San Diego durchsucht. Unter den kontrollierten Schiffen befand sich auch die Disney Magic.

Nach Angaben der Ermittler wurden insgesamt 28 Crewmitglieder festgenommen. Ihnen wird Besitz, Empfang oder Weitergabe kinderpornografischen Materials vorgeworfen.
Die Ermittlungen liefen unter dem Namen "Operation Flutwelle". Beteiligt waren die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde sowie die Ermittlungsbehörde des Heimatschutzministeriums. Auslöser der Aktion waren nach Angaben der Behörden Hinweise des Nationalen Zentrums für vermisste und ausgebeutete Kinder.
Von den Festgenommenen stammen 26 von den Philippinen, einer aus Portugal und einer aus Indonesien. Alle verfügten über gültige Arbeitsvisa, die nach den Festnahmen annulliert wurden. Die Behörden bereiten ihre Ausweisung aus den USA vor.

Im Hafen von San Diego wurden mehrere Crew-Mitglieder unmittelbar nach der Ankunft der Kreuzfahrtschiffe von Bundesbeamten abgeführt. Augenzeugen berichteten, dass einige der Festgenommenen noch ihre Arbeitsuniform trugen.
Eine Passagierin erklärte lokalen Medien, sie habe einen der Verhafteten als Kellner aus dem Bordrestaurant der Disney Magic erkannt. Videos der Festnahmen verbreiteten sich anschließend in sozialen Netzwerken.
Unter vielen Familien an Bord sorgte der Einsatz für Verunsicherung. Zahlreiche Passagiere hatten während der Reise engen Kontakt zu den betroffenen Crew-Mitgliedern.
Neben der Disney Magic wurde auch das Schiff MV Zaandam durchsucht. Dort kam es laut Berichten zu mindestens vier Festnahmen. Insgesamt kontrollierten die Behörden fünf Kreuzfahrtschiffe.
Nicht alle Verdächtigen arbeiteten direkt für Disney. Einige der Festgenommenen standen jedoch bei der Reederei unter Vertrag.
Disney Cruise Line erklärte, man arbeite vollständig mit den Behörden zusammen. Für entsprechendes Verhalten gelte eine strikte Null-Toleranz-Politik. Die betroffenen Mitarbeiter seien nicht länger beschäftigt.
Die Ermittlungen lenken den Blick erneut auf die Sicherheitsstandards internationaler Kreuzfahrtunternehmen. Viele Reedereien beschäftigen einen großen Teil ihrer Besatzungen über internationale Arbeitsprogramme und externe Vermittlungsfirmen.
Anfangs hatten einige Einwanderungs- und Arbeitsrechtsgruppen die Maßnahmen als reine Visumskontrollen kritisiert. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wegen kinderpornografischen Materials wurde diese Kritik deutlich zurückhaltender.
Die Hafenbehörde von San Diego erklärte, lokale Polizeikräfte seien nicht an der Operation beteiligt gewesen. Die Ermittlungen lagen vollständig bei Bundesbehörden.
Weitere Namen oder detaillierte Anklagen wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Ermittlungen dauern an.
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